JAHRESBERICHT 2018

BERICHT DER STERBEKASSE
EVANGELISCHER FREIKIRCHEN VVAG

Qualität besticht durch Beständigkeit:

Seit 122 Jahren sind wir für unsere Mitglieder da und das ist auch der Grund, warum uns unverändert eine große Anzahl an Mitgliedern ihr Vertrauen schenken. Am 31.12.2018 waren 12.961 Mitglieder im Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Er hat im zurückliegenden Jahr an 354 Familien bzw. Angehörige 1,1 Mio. Euro Sterbegeldleistungen zur Auszahlung gebracht. Die Sterbekasse hat wie in den vielen Jahren davor ihre zugesagte soziale Verantwortung unverändert wahrgenommen.

Als kapitalgedeckter Versicherungsverein mit einem festgeschriebenen und genehmigten technischen Geschäftsplan, und einer kalkulierten Rendite aus Kapitalanlagen, ist es der Sterbekasse trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase erneut gelungen, durch ein geschicktes Anlageverhalten im Jahr 2018 eine Durchschnittsrendite von über 3 % zu erreichen. Dabei hat, unter Berücksichtigung der vorgeschriebenen Mischung und Streuung von Kapitalanlagen, der maximal mögliche Anteil an Immobilien mit 25 % vom Sicherungsvermögen einen wesentlichen Beitrag geleistet. Erstmals hat sich die Sterbekasse im Jahr 2018 von einer Immobilie getrennt und parallel zwei andere Immobilien erworben; eine in Berlin-Wannsee und eine weitere in Heiligenstadt. Derzeit werden 68 Wohnungen in 9 Objekten mit einem Gesamtwert von rd. 7,5 Mio. Euro verwaltet. An 13 Gemeinden bzw. diakonische Einrichtungen werden insgesamt 5,8 Mio. Euro Darlehensmittel bereitgestellt und die Bilanzsumme der Sterbekasse beträgt rd. 29,1 Mio. Euro.

Klaus Fischer, der vielen Mitgliedern ein verlässlicher und kompetenter Ratgeber war, ist am 31.10.2018 in den Ruhestand gegangen. Er hat seit Juli 1989, also fast 30 Jahre, in der Sterbekasse mitgearbeitet und er hat wie kein anderer die zahlreichen Veränderungen und das Geschäft unseres Versicherungsvereins in den vielen Jahren umfassend und in besonderer Weise geprägt. Wir sind Klaus Fischer für seine langjährige und gute Mitarbeit sehr dankbar. Zum 01.11.2018 hat Frau Ellen Hemprich ihre Tätigkeit aufgenommen. Sie bringt wichtige und fundierte Erfahrungen aus ihren Tätigkeiten im Bankengeschäft mit und sie hat sich bereits gut in die neuen Aufgaben eingearbeitet. Außerdem hat Frau Catrin Temp die Tätigkeit als Büroassistenz zum 01.12.2018 im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung begonnen. Mit den genannten zwei neuen Mitarbeiterinnen und dem erfahrenen Mitarbeiter Benjamin Wenzel hat die Sterbekasse nun in der Geschäftsstelle ein vollständiges Team, so wie wir es uns konzeptionell mit der Aufgaben- und zeitlichen Verteilung gewünscht haben.

Weiterhin bleiben wir unseren Mitgliedern gegenüber verpflichtet und wir werden alles dafür tun, damit die vereinbarten und möglichst darüber hinausgehenden Leistungen im Versicherungsfall ausgezahlt werden können. Die Sterbekasse bietet Vorsorge als liebende Fürsorge für die hinterbliebenen Menschen an und sie hat bei allen gesellschaftlichen Veränderungen, und bei den Veränderungen auf den Kapitalmärkten, in den christlichen Gemeinden und bei der Sterbekasse selbst, ihre Bedeutung unverändert behalten.

Udo Schmidt, Vorstandsvorsitzender
Berlin, den 08. Februar 2019

JAHRESBERICHT 2017

BERICHT DER STERBEKASSE
EVANGELISCHER FREIKIRCHEN VVAG

Das VVaG der Sterbekasse Evangelischer Freikirchen bedeutet: Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit! Ein VVaG betreibt die Versicherung seiner Mitglieder nach dem Grundsatz der Gegenseitigkeit, das heißt, er verfolgt also nicht eine Gewinnerzielung, sondern einen möglichst preisgünstigen Versicherungsschutz für seine versicherten Mitglieder. Der VVaG trägt damit Züge einer Genossenschaft und er ist dem Wohl der Versicherten verpflichtet. Rechtliche Grundlage ist das Versicherungsaufsichtsgesetz VAG. Die Organe des VVaG sind der Vorstand, Aufsichtsrat und die Mitgliedervertreterversammlung, ähnlich einer Aktiengesellschaft. Als kleiner Versicherungsverein hat die Sterbekasse ihre Mitgliedervertreterversammlung nur alle drei Jahre abzuhalten und im Jahr 2017 war es wieder soweit. Am 14. Oktober 2017 trafen sich in Berlin-Wannsee 16 gewählte Mitgliedervertreter, der Aufsichtsrat, der Vorstand, Aktuar, Treuhänder und die Mitarbeiter der Sterbekasse um die Berichte der Jahre 2014, 2015 und 2016 entgegenzunehmen und die Überschussverwendung zu beschließen. Die Berichte vom Vorstand und Aufsichtsrat wurden anerkennend zur Kenntnis genommen und die Rechnungsabschlüsse 2014 bis 2016 genehmigt. Der Beschlussvorlage zur Überschussverwendung folgten die Mitgliedervertreter und so erhalten die Mitglieder der Sterbekasse in sämtlichen Tarifen ab 2018 für Sterbefälle in den Jahren 2018 bis 2020 Gewinnzuschläge in Höhe von 10 % auf die jeweils abgeschlossene Versicherungssumme. Zwischenzeitlich wurde dieser Beschluss durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) genehmigt. Die Mitgliedervertreterversammlung hat Aufsichtsratsmitglieder und Mitgliedervertreter gewählt; die Liste der derzeitig gewählten Personen ist unten aufgeführt.

Im Jahr 2017 konnten 150 neue Mitglieder aufgenommen werden und trotzdem verringerte sich in diesem Jahr die Anzahl der Gesamtmitglieder von 13.452 auf nunmehr 13.244. Mit knapp über

1 Mio.-Euro für 321 Sterbefälle wurde die höchste jährliche Summe von Versicherungsleistungen in der über 120-jährigen Geschichte der Sterbekasse zur Auszahlung gebracht. Die Gesamtversicherungssumme per 31.12.2017 beträgt 39,1 Mio.-Euro und die vorläufige Bilanzsumme 28,5 Mio.-Euro. Die Kapitalmärkte dieser Welt verzeichnen seit dem Jahr 2008 ausgesprochen niedrige Renditen und so ist die Sterbekasse mit ihrer Durchschnittsrendite in den Jahren 2014 bis 2016 von 3,52 % besonders zufrieden. Die seit mehreren Jahren entwickelte Streuung des Anlagevermögens mit einem Anteil von rd. 25 % in Immobilien konnte durch weitere Zukäufe beibehalten werden. Neben den Erträgen aus Hypothekendarlehen und einigen anderen Wertpapieren bilden die Erträge aus den Immobilien die Grundlage für diese gute Durchschnittsrendite aus dem Gesamtvermögen.

Wir bleiben unseren Mitgliedern gegenüber verpflichtet und werden weiterhin alles dafür tun, damit die vereinbarten und darüber hinausgehenden Leistungen ausgezahlt werden können. Die Sterbekasse bietet Vorsorge als liebende Fürsorge für hinterbliebene Menschen an und sie hat bei allen Veränderungen in unserer Gesellschaft, auf den Kapitalmärkten, in den christlichen Gemeinden und bei der Sterbekasse selbst ihre Bedeutung nicht verloren.

Udo Schmidt, Vorstandsvorsitzender
Berlin, den 22. Januar 2018

JAHRESBERICHT 2016

BERICHT DER STERBEKASSE
EVANGELISCHER FREIKIRCHEN VVAG

Die Sterbekasse Evangelischer Freikirchen kann nach dem Jahr 2016 auf 120-jährige erfolgreiche Zeit zurückschauen und sie war auch im Berichtsjahr wie in den vielen Jahren davor ein starker Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Er sichert den Mitgliedern Leistungen zu, die unabhängig vom Zeitpunkt eines Sterbefalles den Angehörigen zustehen. So können häufig in besonders herausfordernden Situationen, zumindest die finanziellen Fragen schnell gelöst werden. Der ebenfalls sehr alte Slogan hat trotz der vielen gesellschaftlichen Veränderungen daher nicht an Bedeutung verloren: „Vorsorge ist liebende Hinwendung zu den Hinterbliebenen!“

Die Sterbekasse hat im Jahr 2016 an 281 Familien bzw. Angehörige 908,8 T-Euro Sterbegeldleistungen ausgezahlt. Am 31.12.2016 gehörten 13.452 Mitglieder (Vj. 13.633) mit einer auch in diesem Jahr weiter angestiegenen Gesamtversicherungssumme von 39,1 Mio. Euro zu ihrer starken Gemeinschaft. Von der Bilanzsumme in Höhe von 28,3 Mio. Euro entfallen 27,9 Mio. Euro bzw. 98,4% auf die Kapitalanlagen.

Mit einem festgeschriebenen und genehmigten technischen Geschäftsplan und einer kalkulierten Rendite aus Kapitalanlagen ist es der Sterbekasse als kapitalgedeckter Versicherungsverein trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase auf den Kapitalmärkten erneut gelungen, die erforderlichen Erträge zu erwirtschaften. Die durchschnittliche Kapitalrendite nach Abzug aller Kosten beträgt 3,20 %. Dabei hat unter Berücksichtigung der vorgeschriebenen Mischung und Streuung von Kapitalanlagen, der maximal mögliche Anteil an Immobilien einen wesentlichen Beitrag geleistet. Zum 1.1.2017 hat die Sterbekasse 57 Wohnungen in 8 Häusern mit einem Buchwert von 6,5 Mio. Euro verwaltet. An 9 Gemeinden und 5 diakonische Einrichtungen werden insgesamt 6,9 Mio. Euro Darlehensmittel bereitgestellt.

Bereits seit einigen Jahren verringert sich die Anzahl der Mitglieder des Versicherungsvereins um 0,5 bis 1,5% jährlich. Menschen für die der Abschluss einer Sterbegeldversicherung sinnvoll wäre, folgen der allgemeinen gesellschaftlichen Kritik, die auch gegenüber vergleichbar kalkulierten Lebensversicherungen besteht und entscheiden sich nicht für eine Mitgliedschaft in der Sterbekasse. Denn die nun seit Jahren anhaltenden niedrigen Zinserträge machen Lebensversicherungen, die mit dem Ziel einer Kapitalrendite abgeschlossen werden, wenig attraktiv. Schnell werden daher die Sterbekassen in gleicher Weise beurteilt. Viele Menschen übersehen den Vorsorgecharakter einer Sterbegeldversicherung und, dass Sterbegeldkassen im Sterbefall eines Versicherten sofort an die Angehörigen die volle abgeschlossene Versicherungssumme leisten und zwar unabhängig ihrer Laufzeit.

Die Sterbekasse hat ihre Zusagen seit 120 Jahren eingehalten und vielen Menschen in ihrer schweren Situation beim Verlust eines nahen Angehörigen finanziell geholfen. Mit einem Teil des eingezahlten Kapitals der Versicherten hilft die Sterbekasse parallel freikirchlichen Gemeinden und diakonischen Einrichtungen mit Darlehen für Baumaßnahmen. Sie hat bei allen Veränderungen in unserer Gesellschaft und auf den Kapitalmärkten ihre Bedeutung für die Menschen nicht verloren und das soll auch in den nächsten Jahren so bleiben.

Udo Schmidt, Vorstandsvorsitzender
Berlin, den 08. Februar 2017